Digitale Hochzeitseinladung erstellen: Text, Versand, Etikette
Wann eine digitale Einladung passt, was hineingehört, drei Textbeispiele zum Übernehmen und wie ihr sie verschickt, ohne dass sie untergeht.

Eine digitale Hochzeitseinladung ist kein Ersatz für Stil, sondern für Porto, Nachdruck und Rückantwortkarten, die nie zurückkommen. Dieser Leitfaden führt einmal durch: wann sie passt, was hineingehört, wie der Text klingen kann und wie ihr sie so verschickt, dass sie gelesen und beantwortet wird.
Digital, Papier oder beides?
Drei Fragen entscheiden das in der Praxis:
- Wie alt ist eure Gästeliste? Unter 60 öffnet fast jeder Links auf dem Handy. Für die Generation darüber lohnt sich eine gedruckte Karte zusätzlich — mit demselben Inhalt und einem QR-Code auf eure Seite.
- Wie sicher ist euer Plan? Ändert sich noch Location, Uhrzeit oder Ablauf, spart eine Seite, die ihr jederzeit aktualisiert, den teuren Nachdruck.
- Wie viele Gäste? Ab etwa 40 Personen wird die Rücklauf-Verwaltung auf Papier mühsam. Online-Zusagen laufen in einer Liste zusammen, die ihr dem Caterer direkt weitergeben könnt — mehr dazu im Artikel Zusagen online einrichten.
Die meisten Paare landen bei der Kombination: eine kurze Save-the-Date-Nachricht per WhatsApp, die vollständige Einladung als Seite mit Zusage-Funktion und für wenige Gäste eine gedruckte Karte mit QR-Code. Den Unterschied zwischen Save-the-Date und Einladung erklärt dieser Artikel.
Was in die Einladung gehört
Checkliste — alles, was fehlt, kommt später als Rückfrage per Chat:
- Eure Namen und wer einlädt (ihr selbst, die Eltern, beide Familien)
- Datum, Uhrzeit des Beginns und ob Gäste zur Trauung oder erst zur Feier eingeladen sind
- Ort mit vollständiger Adresse — getrennt für Trauung und Feier, wenn sie nicht am selben Ort sind
- Grober Ablauf: Trauung, Sektempfang, Essen, Party
- Dresscode in einem Satz („festlich, gern bunt" sagt mehr als „Cocktail")
- Übernachtung: ein, zwei Hotels mit Entfernung, falls es ein Kontingent gibt, das Stichwort dafür
- Zusage bis wann und wie — mit Link oder Knopf, nicht „meldet euch einfach"
- Kinder ja oder nein, Begleitung ja oder nein — freundlich, aber eindeutig
- Geschenkwunsch, wenn ihr einen habt; sonst weglassen
- Ansprechpartner für Rückfragen, idealerweise ein Trauzeuge, damit nicht ihr am Hochzeitstag das Telefon haltet
Drei Textbeispiele
Klassisch, von euch beiden:
„Liebe [Name], wir heiraten! Am [Datum] geben wir uns in [Ort] das Ja-Wort und feiern anschließend im [Location]. Wir würden uns sehr freuen, wenn du dabei bist. Alle Details, Anfahrt und die Möglichkeit zuzusagen findest du auf unserer Seite: [Link]. Bitte gib uns bis zum [Frist] Bescheid. Herzlich, [Name] & [Name]"
Locker, für Freunde:
„Ihr Lieben — es ist offiziell: Am [Datum] heiraten wir! Trauung um [Uhrzeit] in [Ort], danach wird in [Location] gefeiert, bis die Band nicht mehr kann. Alles Wichtige steht hier: [Link]. Sagt bis zum [Frist] zu (oder ab, aber bitte zu). Wir freuen uns auf euch!"
Nur zur Feier eingeladen:
„Liebe [Name], am [Datum] heiraten wir im kleinen Kreis — und wollen am Abend mit allen feiern, die uns wichtig sind. Ab [Uhrzeit] erwarten wir dich in [Location] zu Essen, Musik und Tanz. Details und Zusage: [Link], bitte bis zum [Frist]."
Weitere Formulierungen für die Ankündigung findet ihr in den Save-the-Date-Textvorlagen.
Versand: So kommt die Einladung an
WhatsApp ist der schnellste Weg, hat aber einen Haken: Die Nachricht rutscht nach wenigen Tagen aus dem Blick. Deshalb schickt ihr dort den Link zu eurer Seite, nicht den ganzen Text — die Seite finden Gäste jederzeit wieder. Einzelnachrichten mit Namen werden deutlich häufiger beantwortet als Gruppenpost. Praktische Hinweise zu Bild und Formulierung stehen im Artikel Save the Date per WhatsApp.
E-Mail passt für Kollegen, entfernte Verwandte und alle, die Termine am Rechner planen. Betreff mit Datum („Wir heiraten am 12. Juni — Einladung"), kurzer Text, Link, fertig. Eine angehängte PDF-Einladung ist nett, ersetzt aber nicht den Link zur Zusage.
Gedruckte Karte mit QR-Code für die, die keine Nachrichten öffnen. Der QR-Code führt direkt auf die Seite — niemand tippt eine Adresse ab. Die Karte könnt ihr bei uns als PDF passend zum Design der Seite herunterladen.
Nachfassen: Zwei Wochen vor der Frist eine freundliche Erinnerung an alle, die noch nicht geantwortet haben. Mit einer Online-Gästeliste seht ihr auf einen Blick, wer das ist.
Etikette-Fragen, die immer kommen
- Begleitung: Steht „+1" auf der Einladung, dürfen Gäste jemanden mitbringen. Steht nur ein Name, gilt die Einladung für diese Person. Wer nicht fragen will, schreibt es in die Zusage-Maske als Feld.
- Kinder: Eine Feier ohne Kinder ist in Ordnung, wenn ihr es früh und freundlich sagt — in der Save-the-Date, nicht erst in der Einladung.
- Geschenke: Ein Satz reicht. „Wir haben alles, freuen uns über einen Beitrag zur Hochzeitsreise" ist üblich und niemandem peinlich.
- Absagen: Macht das Absagen genauso leicht wie das Zusagen. Wer sich nicht traut abzusagen, antwortet gar nicht — das ist für die Planung schlimmer.
Datenschutz: Was ihr beachten solltet
Mit Namen, Adressen und Allergien verarbeitet ihr persönliche Daten eurer Gäste. Nutzt einen Anbieter mit Servern in der EU, teilt die Gästeliste nicht über offene Links und löscht sie nach der Hochzeit. Eure Seite sollte nicht bei Google auftauchen — bei uns sind Paar-Seiten grundsätzlich nicht für Suchmaschinen sichtbar, optional mit Passwort.
So geht es praktisch weiter
Im Assistenten legt ihr Namen, Datum, Ort und Foto an und seht die Seite dabei live. Ablauf, Übernachtung und Dresscode ergänzt ihr danach im Editor, die Zusage-Funktion schaltet ihr ein, sobald ihr eine Frist habt. Veröffentlicht wird die Seite erst, wenn ihr das wollt — vorher kostet nichts etwas.
Häufige Fragen
Ist eine digitale Hochzeitseinladung unhöflich?
Nein — entscheidend ist, dass sie persönlich adressiert ist und alle Informationen enthält. Eine Einzelnachricht mit Namen wirkt wertschätzender als eine Sammelmail. Für Großeltern oder Gäste ohne Smartphone druckt ihr dieselbe Einladung einfach zusätzlich als Karte aus.
Reicht WhatsApp als Hochzeitseinladung?
Für Save-the-Date und die Vorab-Ankündigung ja. Die eigentliche Einladung mit Ablauf, Anfahrt und Zusage-Frist sollte auf einer Seite stehen, die Gäste später wiederfinden — eine Chat-Nachricht rutscht nach ein paar Tagen nach unten. Schickt deshalb per WhatsApp den Link zu eurer Seite, nicht alle Details als Text.
Wie weit vorher verschickt man die digitale Einladung?
Save-the-Date 6–12 Monate vorher, die vollständige Einladung 2–4 Monate vorher mit einer Rückmeldefrist etwa 4–6 Wochen vor der Feier. Bei Hochzeiten im Ausland alles jeweils 2–3 Monate früher.
Was kostet eine digitale Hochzeitseinladung?
Mit Vorlagen und eigener Seite ab 14,99 € einmalig für alle Gäste zusammen — gedruckte Karten kosten je nach Papier und Auflage meist 1,50 bis 4 € pro Stück plus Porto. Ausprobieren ist bei uns kostenlos, bezahlt wird erst beim Veröffentlichen.
Eure Seite in 5 Minuten
Kostenlos ausprobieren, ab 14,99 € veröffentlichen


