Hochzeitshomepage: Checkliste mit allen Inhalten
Die acht Inhalte, die auf jede Hochzeitshomepage gehören, was später nachkommen darf, in welcher Reihenfolge — und welche Fehler Gäste wirklich stören.

Die meisten Hochzeitshomepages scheitern nicht am Design, sondern an fehlenden Antworten: Wo parke ich? Bis wann muss ich zusagen? Darf mein Kind mit? Diese Checkliste sortiert, was auf eure Seite gehört, was warten kann und in welcher Reihenfolge Gäste es erwarten.
Die acht Pflicht-Inhalte
- Eure Namen und ein Foto. Gäste, die den Link weitergeleitet bekommen, müssen in einer Sekunde sehen, um wen es geht.
- Datum und Uhrzeit — mit Wochentag. „Samstag, 12. Juni 2027, 14 Uhr" beantwortet mehr Fragen als „12.06.2027".
- Orte mit vollständiger Adresse für Trauung, Feier und gegebenenfalls Hotel — jeweils mit Link zur Routenplanung. Wenn es Parkplätze gibt oder eben nicht, steht das hier.
- Ablauf des Tages in vier bis sechs Zeilen: Trauung, Empfang, Essen, Party, Ende. Gäste planen Babysitter und Rückfahrt danach.
- Zusage-Funktion mit Frist. Ein Knopf, ein kurzes Formular, kein Konto. Die Frist steht direkt daneben.
- Dresscode in einem Satz, gern mit Beispiel.
- Übernachtung und Anreise: zwei Hotels mit Preisrahmen, Stichwort für ein Kontingent, Bahnhof oder Flughafen in der Nähe, ob ein Shuttle fährt.
- Kontakt für Rückfragen — am besten die Trauzeugen, nicht ihr selbst.
Sinnvoll, aber nicht Pflicht
- Eure Geschichte: drei Sätze, wie ihr euch kennengelernt habt. Gern gelesen, aber niemand vermisst es.
- Geschenkwunsch oder Wunschliste.
- Fotos teilen: ein Hashtag oder ein Upload-Link, über den Gäste ihre Bilder vom Tag hochladen. Nach der Hochzeit wird das der meistbesuchte Teil der Seite.
- Musikwünsche: ein Feld in der Zusage-Maske („Welches Lied bringt dich auf die Tanzfläche?") liefert dem DJ eine fertige Liste.
- Countdown. Macht Freude, kostet nichts, erzeugt keine Rückfragen.
- Was ihr weglassen könnt: Vorstellungen aller Trauzeugen, lange Hochzeitsgedichte, das Menü im Detail (Allergien fragt ihr in der Zusage ab).
Die richtige Reihenfolge
Gäste scrollen auf dem Handy. Die Reihenfolge der Abschnitte sollte der Reihenfolge ihrer Fragen entsprechen:
- Namen, Foto, Datum, Countdown — die Antwort auf „Worum geht es?"
- Zusagen-Knopf — die wichtigste Handlung sichtbar, bevor man alles gelesen hat
- Ablauf und Orte — „Wann muss ich wo sein?"
- Anreise, Übernachtung, Dresscode — „Wie bereite ich mich vor?"
- Geschenke, Fotos, eure Geschichte — alles, was man freiwillig liest
- Kontakt — ganz unten, damit man ihn findet, wenn eine Frage offen bleibt
Zeitplan: Welche Information wann
- 6–12 Monate vorher (Save-the-Date): Namen, Datum, Stadt. Mehr muss nicht feststehen — wann ihr die Ankündigung verschickt, steht im Artikel Wann Save-the-Date verschicken?
- 3–4 Monate vorher: Adresse, Ablauf, Übernachtung, Dresscode ergänzen, Zusage-Funktion einschalten, Einladung verschicken. Hilfe beim Text: Digitale Hochzeitseinladung erstellen.
- 4–6 Wochen vorher: Rückmeldefrist; Erinnerung an alle ohne Antwort.
- Nach der Hochzeit: Danke-Text und Fotos — die Seite bleibt noch Monate der Ort, an dem Gäste nachschauen.
Fehler, die Gäste wirklich stören
- Uhrzeit ohne Hinweis, ob das der Beginn der Trauung oder der Einlass ist.
- Adresse nur als Name der Location. „Gut Hohenstein" findet das Navi nicht immer, „Hohensteiner Straße 1, 83646 Bad Tölz" schon.
- Passwort, das nirgends steht. Wenn die Seite geschützt ist, gehört das Passwort auf die Karte und in jede Nachricht mit dem Link.
- Zusage per „meldet euch einfach". Dann meldet sich die Hälfte gar nicht. Ein Formular mit Frist bringt verlässliche Zahlen.
- Veraltete Angaben. Der Vorteil einer Seite ist, dass ihr sie ändern könnt. Nutzt das — und schreibt bei großen Änderungen eine kurze Nachricht an alle.
- Unlesbar auf dem Handy. Über 80 Prozent eurer Gäste öffnen den Link auf dem Telefon. Prüft die Seite dort, nicht am Laptop.
Privatsphäre
Eine Hochzeitshomepage enthält Adresse, Zeitplan und mit den Zusagen auch Daten eurer Gäste. Sie sollte deshalb nicht über Google auffindbar sein; bei uns sind alle Paar-Seiten grundsätzlich von der Suche ausgeschlossen. Teilt ihr den Link in größeren Gruppen, ist ein Passwort sinnvoll. Nach der Hochzeit löscht ihr die Gästeliste — wie ihr die Zusagen vorher sinnvoll aufsetzt, zeigt der Artikel Zusagen online einrichten.
Checkliste zum Abhaken
- Namen, Foto, Datum mit Wochentag und Uhrzeit
- Alle Orte mit Adresse und Routen-Link
- Ablauf in Stichpunkten
- Zusagen-Knopf mit Frist, Begleitung und Kinder abgefragt
- Dresscode, Übernachtung, Anreise, Parken
- Kontakt der Trauzeugen
- Auf dem Handy getestet, Link einmal an euch selbst geschickt
Mit dem Assistenten legt ihr die Grundlage in wenigen Minuten an; jeder Punkt dieser Liste ist dort ein Abschnitt, den ihr ein- oder ausschalten könnt. Was heute noch nicht feststeht, ergänzt ihr später — der Link für eure Gäste bleibt derselbe.
Häufige Fragen
Was muss unbedingt auf eine Hochzeitshomepage?
Namen, Datum, Ort mit Adresse, Ablauf des Tages, eine Zusage-Möglichkeit mit Frist und eure Kontaktdaten für Rückfragen. Alles andere — Dresscode, Übernachtung, Geschenke, Fotos — ist sinnvoll, aber nicht Pflicht.
Sollte die Hochzeitshomepage ein Passwort haben?
Wenn Adresse, Zeitplan und Gästeliste darauf stehen, ist ein Passwort sinnvoll — vor allem, wenn ihr den Link in größeren Gruppen teilt. Wichtig: Das Passwort muss auf der Karte oder in der Nachricht stehen, sonst scheitern Gäste an der ersten Hürde.
Wann sollte die Hochzeitshomepage online gehen?
Spätestens mit dem Save-the-Date, also 6–12 Monate vorher — auch wenn erst Namen, Datum und Ort feststehen. Ablauf, Anfahrt und Zusage ergänzt ihr später; der Link bleibt derselbe.
Wie lange bleibt die Seite online?
Mindestens bis ein paar Wochen nach der Hochzeit, damit Gäste Fotos und Danke-Nachrichten finden. Bei uns bleibt die Seite je nach Paket 3 bzw. 12 Monate nach dem Hochzeitstag erreichbar.
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